Usbekistan wird Maßnahmen zur Evakuierung seiner Bürger aus Ländern des Nahen Ostens ergreifen

Foto der Pressestelle von Uzbekistan Airways

Der usbekische Premierminister Abdulla Aripov hat den Leiter des Verkehrsministeriums, Ilhom Mahkamov, angewiesen, Maßnahmen zur Evakuierung von Bürgern der zentralasiatischen Republik aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und anderen Ländern des Nahen Ostens zu entwickeln. Dies berichtet „Gazeta.uz“ unter Berufung auf eigene Quellen in der Regierung.

Es wird davon ausgegangen, dass an diesen Maßnahmen alle Fluggesellschaften teilnehmen werden, die Flüge in die nahöstlichen Staaten durchführen. Dabei handelt es sich um Uzbekistan Airways, Centrum Air, Qanot Sharq und Fly Khiva. Die Flüge in den Nahen Osten sollen dabei ohne Passagiere erfolgen, in der Gegenrichtung ist geplant, die maximal mögliche Anzahl von Usbeken mitzunehmen.

Das Außenministerium beauftragte Aripov, Verhandlungen mit Diplomaten aus den betreffenden Ländern zu führen, um Evakuierungsflüge zu koordinieren und deren Sicherheit zu gewährleisten.

Nach Schätzungen der usbekischen Behörden halten sich allein in Saudi-Arabien mehr als 1000 Landsleute auf, die die Umrah (die kleine Pilgerfahrt zu muslimischen Heiligtümern) durchführen. Auch aufgrund der Einstellung des Flugverkehrs sind viele Landsleute in den VAE gestrandet.

Übrigens wurde am 2. März bekannt, dass aufgrund der Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten die von der Muslimischen Verwaltung Usbekistans und Reiseveranstaltern organisierten Umrah-Reisen vorübergehend ausgesetzt sind. Über die Wiederaufnahme der Flüge wird gesondert informiert.

Der Premierminister der Republik hat das Verkehrsministerium auch angewiesen, alternative Transportkorridore für Export-Import-Geschäfte zu erarbeiten. Dies hängt damit zusammen, dass Usbekistan aktiv Routen genutzt hat, die durch iranische Seehäfen führen. Insbesondere wurden auf diesem Weg bis zu 60% der Güter transportiert, die aus der Türkei und Europa kommen.

Im vergangenen Jahr hatten die Beamten angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten bereits andere Optionen für den Güterverkehr erwogen. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, die Korridore Turkmenistan – Aserbaidschan – Georgien – Europa, Usbekistan – Kirgisistan – China und Usbekistan – Afghanistan – Pakistan stärker zu nutzen.

Vor dem Hintergrund der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten haben die zentralasiatischen Republiken – Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan (die offizielle Position Turkmenistans wurde nicht veröffentlicht) – offizielle Erklärungen abgegeben. Die Rhetorik der Länder der Region ist identisch: Es wird Besorgnis über eine neue Runde der Spannungen geäußert und alle Konfliktparteien werden aufgefordert, das Feuer einzustellen und das Problem auf diplomatischem Wege gemäß den Normen des Völkerrechts zu lösen.

Nur Astana ist weiter gegangen, da Präsident Qassym-Schomart Toqajew die zuständigen Behörden angewiesen hat, einen Plan mit Notfallmaßnahmen zu entwickeln, um eine Destabilisierung der Lage innerhalb Kasachstans zu verhindern. In diesem Zusammenhang wurden die Sicherheitskräfte auf einen 24-Stunden-Dienst umgestellt.

ℹ️ Der gemeinsame Angriff Israels und der USA auf den Iran begann am Morgen des 28. Februar und stellt die größte direkte militärische Eskalation zwischen den Seiten in den letzten Jahren dar. Israel kündigte einen „präventiven Schlag“ an, und Washington bestätigte später die Beteiligung und erklärte, das Ziel der Operation sei die Neutralisierung von Bedrohungen im Zusammenhang mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm. Die Islamische Republik ihrerseits hat als Gegenmaßnahmen Angriffe auf israelisches Territorium und nahöstliche Länder, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden, durchgeführt.