Großbritannien verhängt Sanktionen gegen Unternehmen aus Zentralasien wegen ihrer Verbindungen zu Russland

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Großbritannien hat seine Anti-Russland-Sanktionsliste aktualisiert und vier Unternehmen aus Usbekistan sowie eines aus Kirgisistan aufgenommen. Diese Wirtschaftssubjekte stehen unter Verdacht, wirtschaftlich mit Russland zusammenzuarbeiten, weshalb London ab dem 18. Dezember zusätzlich zum Einfrieren von Vermögenswerten finanzielle Beschränkungen gegen sie verhängt, wie aus Dokumenten des britischen Finanzministeriums hervorgeht.

Unter den in Usbekistan registrierten Unternehmen wurden folgende in die Sanktionsliste aufgenommen:

✅ Fergana Chemiewerk;

✅ Gelion Business Trade LLC (Taschkent);

✅ Chemistry International Joint Venture LLC (Navoi);

✅ Raw Materials Cellulose LLC (Dschisak).

Nach Angaben der britischen Behörden wird allen diesen Organisationen vorgeworfen, Waren oder Technologien nach Russland geliefert zu haben, die Russland auf irgendeine Weise im Rahmen der auf ukrainischem Territorium durchgeführten „besonderen Militäroperation“ eingesetzt hat. Weitere Einzelheiten werden nicht genannt.

In der aktualisierten Liste taucht das in Bischkek registrierte Unternehmen „Kifiko“ auf. London hat dieser GmbH vorgeworfen, die russische Regierung durch ihre Geschäftstätigkeit im Finanzsektor zu unterstützen, der für die Behörden der Russischen Föderation von strategischer Bedeutung ist. Hier wird darauf hingewiesen, dass „Kifiko“ mit der Firma A7 in Verbindung steht, die zuvor nicht nur von Großbritannien, sondern auch von den USA und der EU sanktioniert wurde.

Neben Unternehmen aus zentralasiatischen Staaten wurden auch Organisationen aus Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten in die aktualisierte Sanktionsliste aufgenommen.

Darüber hinaus wurden Sanktionen gegen Einzelpersonen verhängt. In dieser Liste ist der Geschäftsmann Rustam Muminow aufgeführt, der laut Angaben des britischen Finanzministeriums drei Staatsbürgerschaften besitzt: usbekisch, israelisch und russisch. Zuvor hatte die Ukraine bereits Beschränkungen gegen den Unternehmer verhängt. Damals wurde präzisiert, dass Muminow Gründer eines Unternehmens ist, dem das Fergana Chemiewerk gehört.