Der Export von kasachischem Öls aus dem Schwarzmeerhafen Noworossijsk ist im Januar aufgrund von schlechtem Wetter, Wartungsarbeiten an Offshore-Anlegestellen und durch Drohnen verursachten Schäden stark zurückgegangen, berichtet Bloomberg.
Händlern zufolge werden die Lieferungen der Sorte CPC Blend in diesem Monat 800.000 bis 900.000 Barrel pro Tag betragen, was 45 % unter den Mitte Dezember erwarteten Versandmengen liegt.
Von den ursprünglich geplanten 45 Chargen wurden mindestens 21 Verschiffungen gestrichen. Das knappe Angebot hat bereits zu Preiserhöhungen geführt: Kasachisches Öl wird erstmals seit einem Jahr mit einem Aufschlag gehandelt. Jüngste Geschäfte wurden mit einem Aufschlag von 1,20 US-Dollar pro Barrel gegenüber dem Referenzpreis Dated Brent abgeschlossen.
Die Lieferkürzungen erfolgen aufgrund anhaltender Betriebsstörungen am Terminal, schreibt die Agentur. In den letzten Wochen wurde der Rohölversand mehrmals wegen schlechten Wetters unterbrochen. Dies wiederum hat zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der zweiten Offshore-Anlegestelle nach Wartungsarbeiten geführt. Zudem wurde Ende November eine andere Anlegestelle durch ukrainische Drohnen beschädigt. Astana benötigt jedoch mindestens zwei funktionierende KTK-Anlegestellen, um die Exportmengen aufrechtzuerhalten.
Quellen zufolge nimmt das KPK derzeit erneut kein Öl von den Produzenten an, da die Lagertanks überfüllt sind.
Der Kaspische Pipeline-Konsortium (KPK) ist für etwa 80 % des Ölexports aus Kasachstan verantwortlich, einschließlich der Lieferungen großer Ölkonzerne wie Chevron, Exxon Mobil und Shell. Insgesamt fördert die Republik etwa 1,8 Millionen Barrel pro Tag. Ohne den vollständigen Betrieb der KTK kann das Land nur die Hälfte dieser Menge über alternative Routen exportieren, und ein längerer Stillstand droht mit erzwungenen Fördereinschränkungen an den Feldern.



