An der Staatsgrenze Usbekistans wurde eine neue Spezialeinheit stationiert, die mit unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) des Typs Bayraktar ausgestattet ist. Dies teilte der Vorsitzende des Staatlichen Sicherheitsdienstes (SSD), Bachodir Kurbonov, am 13. Januar auf einer erweiterten Sitzung des Sicherheitsrates unter Vorsitz von Präsident Shavkat Mirziyoyev mit, berichtet Kun.uz.
„Eine neue Spezialeinheit, die mit Bayraktar-Drohnen ausgestattet ist, wurde in den Kampfeinsatz gebracht“, erklärte der Leiter des Sicherheitsdienstes.
Kurbonov berichtete auch über eine umfassende Modernisierung des Systems zum Schutz der Staatsgrenze.Derzeit sind 42 % der Staatsgrenze mit Videoüberwachungssystemen ausgestattet, und es wurden 1117 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Die Grenztruppen sind mit modernen Drohnen ausgestattet.
Laut Angaben des SSD seien die Grenztruppen zu 98 % mit gepanzerten Fahrzeugen, zu 88 % mit Wasserfahrzeugen, zu 100 % mit Waffen und Munition und zu 78 % mit elektro-optischen Mitteln ausgestattet. Auch die Intensität und Qualität der Gefechtsausbildung seien gesteigert worden.
Der SSD habe den Schutz der internationalen Flughäfen übernommen. Die Brigade „Lochin“ sei reorganisiert worden. Die Bewaffnung dieser Brigade sei in kurzer Zeit vollständig erneuert und etwa 100 Fahrzeuge ausgetauscht worden. Ein neues Sicherungssystem auf Basis von Kontroll- und Streifengruppen sei an den Flughäfen „Taschkent“ und „Taschkent-Chumo“ (früher „Taschkent-Ost“) eingeführt worden. Bis 2026 solle diese Praxis auf alle Flughäfen Usbekistans ausgeweitet werden.
Kurbonov informierte auch über die Hauptbedrohungen für das Land. Ihm zufolge drohten Usbekistan vier Hauptgefahren: Terroranschläge, grenzüberschreitende Bedrohungen über die Staatsgrenze, illegaler Drogenhandel und Korruption.
Der Vorsitzende des SSD teilte mit, dass im Jahr 2025 elf auf dem Gebiet Usbekistans und im Ausland geplante Terroranschläge vereitelt worden seien. Die zerstörerischen Aktivitäten von 11 damit in Verbindung stehenden Personen aus Zentralasien seien unterbunden worden.
Infolge der Maßnahmen zur Stärkung der Staatsgrenze habe sich die Zahl der Grenzverletzer um das Eineinhalbfache verringert, und das Volumen der beschlagnahmten Waren und materiellen Werte sei um 20 % gestiegen.
Die Drogenlage verschärfe sich. Im Jahr 2024 seien 1700 Kilogramm Drogen sichergestellt und beschlagnahmt worden, im Jahr 2025 sei diese Zahl auf 3600 Kilogramm gestiegen. Die Zahl der Festnahmen sei von 2600 auf 4500 Personen gestiegen, und die Anzahl der geschlossenen illegalen Drogenlabore habe sich von 8 auf 15 erhöht.
Ein besonderes Problem bleibe der Konsum synthetischer Drogen unter Jugendlichen. Im Laufe des Jahres 2025 seien mehr als 180 Kilogramm synthetische Drogen und über 1 Million psychotrope Substanzen beschlagnahmt worden.
Laut Angaben des SSD kämen es in staatlichen Strukturen weiterhin zu Fällen von Amtsmissbrauch, Bestechung, Erpressung und anderen Arten von Korruptionsdelikten. Im Jahr 2025 seien 1083 Mitarbeiter staatlicher Behörden, die in Korruption und andere Straftaten verwickelt waren, aus dem System entlassen worden, 661 Personen seien strafrechtlich zur Verantwortung gezogen worden.



