Staatliches Komitee für Nationale Sicherheit Tadschikistans: Vier Kämpfer an der Grenze zu Afghanistan erschossen

An der tadschikisch-afghanischen Grenze wurden in der Nacht zum 18. Januar vier bewaffnete Kämpfer getötet, die illegal nach Tadschikistan einzudringen versuchten. Dies berichtet das Pressezentrum der Grenztruppen des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit (SKNS) Tadschikistans.

Der Vorfall ereignete sich gegen 00:30 Uhr im Abschnitt des Grenzzeichens Nr. 151/2 im linken Flügel der Schutzzone des 7. Grenzpostens „Chirmandcho“ des Grenzschutzabschnitts „Jol“, der im Bezirk Schamsiddin Schochin stationiert ist. Die Eindringlinge drangen aus dem Dorf Darbandak in der afghanischen Provinz Badachschan auf tadschikisches Territorium ein. Grenzschützer bemerkten sie und forderten sie zur Aufgabe auf. Die Eindringlinge widersetzten sich jedoch und leisteten bewaffneten Widerstand. Bei der Schießerei wurden alle vier getötet.

Vom Tatort wurden drei Stück Schusswaffen des Typs Kalaschnikow, ein ausländisches Gewehr der Marke „Cruz“, sechs Magazine, 183 Patronen für AK und Pistolen, drei Mobiltelefone, ein Funkgerät und ein Boot sichergestellt. Über Verluste unter den tadschikischen Grenzschützern liegen keine Informationen vor.

Zu diesem Vorfall wurde ein Strafverfahren gemäß den Artikeln 179 („Terrorismus“), 335 („Illegale Überschreitung der Staatsgrenze der Republik Tadschikistan“) und 195 („Illegaler Erwerb, Weitergabe, Lagerung, Transport, Tragen von Waffen, Munition, Sprengstoffen und Sprengvorrichtungen“) des Strafgesetzbuches Tadschikistans eingeleitet. Die Ermittlungen laufen.

Die Grenztruppen halten die getöteten Grenzverletzer für Mitglieder einer terroristischen Organisation. Quellen von Amu.tv in Afghanistan vermuten, dass es sich um Drogenhändler handelte.

Derzeit ist die Lage an der Staatsgrenze unter Kontrolle. Die Grenztruppen erklärten, sie würden „weiterhin alle Kräfte und Mittel einsetzen und Grenzverletzern eine angemessene gesetzliche Abfuhr erteilen“, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

Dies ist bereits der vierte Vorfall mit bewaffneten Grenzverletzern an der tadschikisch-afghanischen Grenze seit Ende November 2025. Bei zwei Angriffen am 26. und 30. November 2025 kamen fünf chinesische Staatsbürger ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Am 24. Dezember kamen bei einem bewaffneten Zusammenstoß zwei tadschikische Grenzschützer ums Leben.

Anfang Dezember vereinbarten die Außenminister Tadschikistans und Afghanistans die Einrichtung gemeinsamer Sicherheitsausschüsse und die Aufnahme regelmäßiger Kontakte zwischen den Grenzschützern. Die Verantwortung für die Angriffe schoben die Seiten „voreingenommenen Gruppen“ zu, die das Vertrauen zwischen Kabul und Duschanbe untergraben wollten.