In Usbekistan hat man begonnen, Fachkräfte und ein Ingenieursteam für die Entwicklung des eigenen wissenschaftlichen Kleinsatelliten „Mirzo Ulugbek“ im 6U-Format zu formen, dessen Start für das Jahr 2028 geplant ist. Die Republik wird auch ihren ersten einheimischen Kosmonauten ausbilden. Diese Aufgabe hat der Präsident des Landes, Shavkat Mirziyoyev, als strategisch definiert, wie der Pressedienst des Staatsoberhauptes mitteilt.
Wie in der Sitzung unter Vorsitz des Staatschefs betont wurde, hat der weltweite Wettbewerb heute ein neues Niveau erreicht: Wirtschaftliche Stärke wird nicht mehr durch natürliche Ressourcen, sondern durch intellektuelles Potenzial und Technologien gemessen. Weltraumtechnologien sind zu einer der strategisch bedeutenden Richtungen geworden.
In kurzer Zeit hat Usbekistan bestimmte Erfolge bei der Nutzung von Weltraumdaten erzielt. Insbesondere wurde ein staatliches Weltraummonitoring eingeführt, das im proaktiven Modus arbeitet.
Gleichzeitig ist nach Angaben von Experten die Nachfrage nach Fernerkundungsdaten um das Dreifache gestiegen. Derzeit arbeiten mehr als 10 staatliche Einrichtungen und alle Hokimiyats (Verwaltungen der Regionen, Bezirke und Städte) mit dem Weltraummonitoringsystem.
„Das Wichtigste ist, dass wir mithilfe von Weltraumdaten wirtschaftliche Möglichkeiten aufdecken, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, und sie zu einer realen Einnahmequelle machen“, erklärte Mirziyoyev.
Zudem ist es an der Zeit, ein langfristiges und nachhaltiges nationales System in diesem Bereich aufzubauen. Es geht um die Infrastruktur für die Satellitensteuerung, Datenverarbeitung und deren praktische Anwendung. Daher entstand die Initiative, einen eigenen Satelliten zu starten. Derzeit wurden internationale Erfahrungen untersucht und die technischen Anforderungen an die Genauigkeit und Nutzlast des Raumfahrzeugs festgelegt.
Gesondert wurde das Projekt zur Ausbildung des ersten usbekischen Kosmonauten diskutiert. Wie das Staatsoberhaupt betonte, ist dies nicht nur ein symbolischer Schritt, sondern die Verkörperung des wissenschaftlichen Potenzials der Republik, der Ambitionen der Jugend und des nationalen Stolzes.
Es wurde vorgeschlagen, den Kosmonauten für einen Kurzzeitflug von 10-14 Tagen vorzubereiten. Dabei muss ein konkretes wissenschaftliches Programm erarbeitet werden. Denn die Umsetzung des Projekts soll nicht nur das internationale Image Usbekistans stärken, sondern auch neue technologische Initiativen hervorbringen und das Interesse der Jugend an Wissenschaft und Technik steigern.
Zu den Forschungsrichtungen, die während des Aufenthalts des usbekischen Spezialisten im Weltraum durchgeführt werden könnten, zählen Medizin und Biologie, Pflanzengenetik und Materialwissenschaft.
In der Sitzung wurde auch die Frage der Durchführung des Internationalen Astronautik-Kongresses in Samarkand im Jahr 2028 erörtert. Es wurde festgestellt, dass führende Weltraumorganisationen der USA, Chinas, Indiens, Russlands und europäischer Länder ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet haben. In diesem Zusammenhang wies Mirziyoyev die Verantwortlichen an, die Vorbereitungen für den Kongress auf hohem Niveau zu organisieren.



