Kasachstan hat erstmals in seiner Geschichte unter den Staaten des postsowjetischen Raums die höchste Platzierung im Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen erreicht.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo belegte Kasachstan mit einer Goldmedaille gemeinsam mit Brasilien den 19. Platz. Für Brasilien war dies die erste Auszeichnung bei den Winterspielen.
Die einzige Medaille für Kasachstan gewann der Eiskunstläufer Michail Schaidorow. Es handelt sich um das zweite Gold in der Geschichte Kasachstans bei den Olympischen Winterspielen. Zuvor hatte das Land 1994 eine Goldmedaille gewonnen, als der Skilangläufer Wladimir Smirnow neben Gold auch zwei Silbermedaillen holte.
Unter den postsowjetischen Republiken lag Kasachstan vor Lettland (eine Silber- und eine Bronzemedaille), Estland sowie dem Team der „individuellen neutralen Athleten“ (je eine Silbermedaille). Dieses neutrale Team bestand aus russischen Sportlern: Die russische Nationalmannschaft war vom Wettbewerb ausgeschlossen worden, nachdem der Kreml den Beginn der sogenannten „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine verkündet hatte.
Zuvor war Russland bei Olympischen Spielen in der Regel das erfolgreichste postsowjetische Land im Medaillenspiegel. Eine Ausnahme bildeten die Olympischen Spiele 2018, als das russische Team wegen Dopingverstößen ausgeschlossen wurde. Damals war Usbekistan die erfolgreichste Mannschaft unter den postsowjetischen Staaten.
Bei den Winterspielen 2026 nahmen auch Athletinnen und Athleten aus Kirgisistan und Usbekistan teil, blieben jedoch ohne Medaille.
Die XXV. Olympischen Winterspiele fanden vom 6. bis 22. Februar in Italien statt. Insgesamt nahmen 2871 Sportlerinnen und Sportler aus 93 Ländern teil; es wurden 116 Medaillensätze in 16 Disziplinen vergeben. Sieger im Medaillenspiegel wurde Norwegen mit 18 Gold-, 12 Silber- und 11 Bronzemedaillen.



