Die Regierung Tadschikistans hat ein Programm für die Entwicklung des Elektroenergiesektors des Landes für die Jahre 2026–2030 ausgearbeitet, für dessen Umsetzung 60,4 Milliarden Somoni (etwa 6,5 Milliarden US-Dollar) benötigt werden. Dabei ist vorgesehen, dass hauptsächlich Mittel von Partnern und privaten Investoren genutzt werden. Darüber berichtet die Publikation „Asia-Plus“.
Die Hauptfinanzierungsquellen für das umfangreiche staatliche Programm werden Mittel sein, die die Behörden der Republik von Entwicklungspartnern erhalten, sowie private Investitionen. Geplant ist, dass ihr Anteil 36,6 Milliarden Somoni (fast 4 Milliarden US-Dollar) bzw. 23,8 Milliarden Somoni (2,5 Milliarden US-Dollar) betragen wird. Darüber hinaus werden Mittel aus dem Staatshaushalt für die Entwicklung der Energiebranche bereitgestellt, wobei in diesem Fall der Großteil in den Bau des Wasserkraftwerks Rogun fließen wird.
Übrigens hat der Staat im laufenden Jahr für die Umsetzung des genannten Projekts 9 Milliarden Somoni (980 Millionen US-Dollar) bereitgestellt, was fast 20 % der Gesamtausgaben des Staatsschatzes ausmacht. Im Haushalt für 2026 sind für die Bedürfnisse des Brennstoff- und Energiekombinats 15 Milliarden Somoni (mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar) vorgesehen. Das sind 22,4 % aller Ausgaben.
Wie im Energieentwicklungsprogramm vermerkt, ist das Hauptprojekt die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Rogun mit voller Leistung. In den kommenden Jahren ist geplant, die verbleibenden 4 Aggregate des Kraftwerks in Betrieb zu nehmen und 2 permanente Räder der Anlage auszutauschen. Gleichzeitig beabsichtigen die Behörden, die Wasserkraftwerke Shurob und Charsem zu bauen und andere ähnliche Objekte zu modernisieren.
Zu den prioritären Richtungen werden weiterhin Projekte der „grünen“ Energie gehören. Dabei geht es um den Bau von Solarkraftwerken mit einer Leistung von 1,5 GW in den Regionen Sogd und Chatlon Tadschikistans sowie um Untersuchungen des Potenzials von Windkraftanlagen.
Die Republik beabsichtigt, Ressourcen aktiv zu exportieren, wofür die Infrastruktur der Stromleitungen erweitert werden muss. Insbesondere sind der Bau von Hochspannungsleitungen, beispielsweise auf der Strecke Rogun – Saykhun, und die Rekonstruktion bestehender Umspannwerke geplant.
Um die Zuverlässigkeit der Energieversorgung im Land zu erhöhen, wird die Regierung Arbeiten zur Modernisierung der Verteilungsnetze, zum Austausch von Ausrüstung und zur Installation intelligenter Zähler durchführen.
Infolgedessen werden nach Prognosen von Experten allein durch neue Wasserkraftwerke 2680 Megawatt zusätzliche Kapazitäten zur Stromerzeugung entstehen, weitere 1500 MW nach der Umsetzung von Projekten im Bereich der Solarenergie. Zudem wird erwartet, dass die Stromverluste in den Übertragungsnetzen um 3 % und in den Verteilungsnetzen um 9 % sinken werden. Der Ressourcenexport wird 5 Milliarden Kilowattstunden erreichen.